Peniscola in Spanien
Wie ich unten in meinem Beitrag über die Normandie schon schrieb, waren wir in den Osterferien per Roadtrip in Frankreich und Spanien. In Peniscola wohnen meine Tante, mein Onkel und mein Cousinchen. Peniscola liegt an der Mittelmeerküste zwischen Barcelona und Valencia.
Unsere Ferienwohnung lag direkt gegenüber vom Strand. Die Aussicht vom Balkon war traumhaft. Im Frühjahr ist der Ort noch nicht sehr belebt. Die meisten Unterkünfte dort gehören Spaniern, die erst in den Sommermonaten den Ort bevölkern. Selbst in der Hochsaison erblickt man dort kaum Deutsche.


Vom Balkon aus konnten wir auch die Burg von Peniscola sehen, die wir natürlich besucht haben. Sie liegt auf der obersten Ebene der wunderschönen Altstadt.






Viel Zeit haben wir mit Spaziergängen am Strand verbracht und uns in schönen Strandcafés ausgeruht. Am Meer braucht man nicht viel mehr, wenn es noch zu kalt ist, um sich in den Sand zu legen und um im Meer baden zu gehen.






Etwas abseits vom Strand haben wir ein kleines Wasser- und Sumpfgebiet entdeckt, in dem man schön spazieren gehen kann. Die Häuser in diesem Gebiet sind nur über eine hauseigene Brücke zu erreichen.





Sehenswert sind auch die benachbarten Orte Benicarlo und Vinaros. Die Orte sind kleiner, haben aber ebenso wunderschöne Strände und kleine schnuckelige Häfen.






An einem Tag unternahmen wir einen Tagesausflug nach Valencia. Von der Architektur her, kann man sich eine schönere Stadt nicht vorstellen. Die Geschichte der Stadt ist bei Wikipedia nachzulesen. Hier sollen die Fotos wirken.








Besonders war für uns auch der Besuch im Olivenbaum-Museum La Jana. Dort gibt es über 900 Olivenbäume zu sehen, die 1000 Jahre und älter sind.Manche Baumstämme sind so hohl, dass man durchkriechen könnte und dennoch tragen diese Bäume Blätter und zumindest noch die ein oder andere Olive.






Ein kleines Video fasst den Besuch in Peniscola zusammen: https://youtu.be/PFkHSyTpSxk
Ich danke meiner Tante, meinem Onkel und besonders meinem lieben Cousinchen für die wunderbare Zeit bei euch. Im Frühjahr 2024 kommen wir wieder. Dann entdecken wir zwei bestimmt noch weitere Gemeinsamkeiten. Ich vermisse dich und euch.
Normandie
Schon in den Osterferien haben wir einen Roadtrip nach Frankreich und Spanien unternommen, aber erst jetzt nehme ich mir die Zeit, darüber zu schreiben. Ich ärgere mich ein wenig, nicht so diszipliniert gewesen zu sein, weil ich mich bestimmt nicht mehr so gut an Details erinnere. Zum Glück habe ich damals zumindest die Fotos chronologisch archiviert.
Verbunden haben wir die Reise mit dem Besuch bei meinen lieben Verwandten in Spanien, über den ich in den nächsten Tagen schreiben werde. Die Normandie war ein Zwischenstopp, obwohl sie gar nicht auf dem Weg lag :-), aber mein Mann wollte schon immer mal in die Normandie. Warum, das liest und sieht man weiter unten.
Unser Hotel war in Saint-Laurent-sur-Mer und lag direkt am Omaha Beach, also dem Küstenabschnitt, an dem 1944 ein Teil der sogenannten D-Day-Operation stattfand. Natürlich ist dort die Geschichte des 2. Weltkriegs in Form von Museen, Überbleibseln, Gedenktafeln, Soldatenfriedhöfen und Monumenten allgegenwärtig.





Wir haben uns aus den zahlreichen Angeboten ein Museum ausgesucht, das fußläufig vom Hotel aus zu erreichen war. Das OMAHA BEACH MEMORIAL MUSEUM zeigt auf 1400 qm geballt Exponate, Uniformen, Militärfahrzeuge etc. und einen Film, der die Ereignisse des D-Days zusammenfasst. Überlebende der sogenannten Bedford Boys führen die Besucher virtuell durch das Museum. 19 der 22 Soldaten aus Bedford verloren am 6. Juni 1944 ihr Leben. Über ihre Geschichte und das ihrer Familie sowie über die bis heute anhaltenden Folgen in ihrer Heimatstadt ist ein Buch geschrieben worden. Es steht exemplarisch für alles, was Krieg mit Menschen macht, die selbst in diesen ziehen (müssen) und was es nachhaltig über Generationen mit ihrem Umfeld macht.

Ein riesiger amerikanischer Soldatenfriedhof befindet sich in der Nähe. Wir waren zwar schon in den USA auf Militärfriedhöfen, aber der Normandy American Cemetery mitten in Europa gedenkt insbesondere den amerikanischen Soldaten, die ihr Leben im 2. Weltkrieg fernab ihrer Heimat ließen. Die etlichen Grabfelder mit ihren zahlreichen Gräberreihen scheinen endlos zu sein.




Saint-Laurent-sur-Mer ist ein Ort, in dem zumindest im Winter und Frühjahr kaum etwas los ist. Die meisten Häuser sind privat und werden nur im Sommer von ihren Besitzern bewohnt. Auch die meisten Restaurants, Kneipen, Cafés und Läden haben geschlossen oder klappen zumindest ab spätestens 19 Uhr die Bürgersteige hoch. Für uns hatte es zum Vorteil, dass wir am Strand, im Ort und an den Sehenswürdigkeiten fast für uns allein waren. Hier ein paar Bilder, die nichts mit D-Day zu tun haben:








Inzwischen habe ich meinen drei Jungs zuliebe etliche Bunker besichtigt und natürlich dürfen in der Besuchssammlung übrig gebliebene Bunker des Atlantikwalls nicht fehlen. Die Geschützbunker Batterie Longues-sur-Mer und die am Pointe du Hoc sind zu einem großen Teil gut erhalten und können von außen und teilweise von innen besichtigt werden. Ich für meinen Teil habe mich lieber draußen aufgehalten und mir die Landschaft angesehen. Mein Mann aber hat derweil jede zugängliche Ecke in jedem Bunker erkundet und überall reingeleuchtet, wo es möglich war ;-). Hier ein Mix aus Bunkern und Landschaft.











Brighton/UK
Über Karneval waren wir einige Tage in Brighton, das in der Grafschaft East Sussex an der Küste des Ärmelkanals liegt. Von Calais aus ging es durch den Eurotunnel nach Folkestone. Die Preise für die Fahrt mit dem Zug durch den Eurotunnel waren nur ein wenig höher, als mit der Fähre nach Dover überzusetzen. Der Zug benötigt nur ca. 30 Minuten und das Einchecken geht zügiger als bei der Fähre. Über zwei Etagen werden die Autos in die Waggons gelotst. Während der Fahrt bleibt man im Auto sitzen. Für uns war auch von Vorteil, dass Folkestone näher an Brighton liegt. Wer gerne Moet trinkt, sollte sich im Dutyfree in Calais eindecken.


Wie auch früher, hatte mein Mann keine Probleme, links zu fahren. Für mich ist das total gewöhnungsbedürftig und ehrlich gesagt, fahre ich in UK nie. Unsere Unterkunft lag in der Arundel Street und ist absolut zu empfehlen. Das Auto haben wir bis auf wenige Ausnahmen fast die ganze Zeit vor der Haustür stehen gelassen. Der Parkplatz war nicht kostenfrei, aber zum Anwohnertarif preislich völlig in Ordnung.


Zum Wasser waren es fünf Minuten zu Fuß. Supermärkte (Lidl-UK, ASDA), Kneipen und Restaurants befinden sich in unmittelbarer Nähe. Unter anderem in Brighton Marina, einem recht neuen Yachthafen.

Täglich sind wir am Wasser entlang spazieren gewesen. Meistens sind wir Richtung Brighton Pier gelaufen. Diesen haben wir wir schon einmal vor ein paar Jahren besucht als unsere Kinder klein waren und wir einen Urlaub in Südengland gemacht haben. Der Pier selbst ist zwar nicht so groß wie der in Santa Monica, aber dennoch vergleichbar. Karussells, Casinos, Souvenirläden und Imbissbuden sind darauf zu finden. Beeindruckend ist, dass der Pier seit etwa 125 Jahren steht.



Im Gegensatz zum West Pier, der nur noch als Ruine vorhanden ist. Er ist allerdings ein echter Hotspot für Fotos aus allen möglichen Perspektiven.



Gegenüber vom Westpier befindet sich das i360, ein ca. 170m hoher Aussichtsturm, von dem man bei guter Sicht ca. 40km weit sehen kann. In einer Glaskuppel werden die Besucher nach oben gefahren. Wer mag oder es aber braucht, kann ein Sektchen dabei trinken.




Zwischen Brighton Pier und i360 befindet sich die Innenstadt, die meist kleine Läden, Restaurants und Kneipen bietet. An den Gebäuden kann ich mich nie sattsehen.








Zurück zur Ferienwohnung sind wir ebenfalls immer zu Fuß gegangen -meist am Kiestrand entlang, von dem aus wir die inzwischen sehr verfallenen Madeira Terrassen anschauen konnten. Einige Initiativen kümmern sich um Sponsoren und öffentliche Gelder, um sie zu restaurieren. Man kann erahnen, wie schön und funktional sie einmal gewesen sein müssen.

Brighton ist auch heute noch ein Luftkurort. Dass das auch im 19. Jahrhundert bereits so war, lässt sich an den Parkanlagen und an der Architektur vieler Gebäude unschwer erkennen.



An einem Tag sind wir zum National Trust Devil´s Dyke gefahren. Zu dieser Jahreszeit ist dort nicht viel los und wir konnten ohne Mühe einen Parkplatz finden und in Ruhe spazieren gehen.




Auf dem Rückweg hielten wir an den Salt Dean Cliffs. Einige Wege Ober- und auch unterhalb der Kreidefelsen sind begehbar, allerdings werden Wege aufgrund von Erosion in Zukunft gesperrt oder verlegt werden müssen.

Wer an einem kleinen Video über unseren Trip nach England interessiert ist, kann sich dieses gerne auf unserem YouTube-Kanal ansehen: https://youtu.be/WrC8WbGEoo4
Hier zeigen wir auch einen kleinen veganen Foodhaul, denn in England sind wir nicht verhungert und wir haben jede Menge mitgebracht.
England liebe ich schon seit Mitte der 80-er Jahre. Das erste Mal war ich 1989 dort und ich komme bestimmt ganz bald wieder. Bis dahin sage ich: See you!






