Wie kam es zum Titel der Webseite? Auf dem ersten Beitragsbild sieht man meinen Mann und mich. Wir sind untrennbar miteinander verbunden – wir zusammen sind zweimenschleben. Unsere zwei Kinder werden auf späteren Bildern zu sehen sein. Diese drei zusammen sind meine Lieblingsmenschen. Das Foto entstand gestern am Aasee in Münster, an den ich so wunderbare Erinnerungen habe. Meine Oma und mein Opa haben dort früher gewohnt – direkt an der Weselerstraße. Vom Fenster aus konnte ich als Kind zum See rüberschauen. Darüber in späteren Beiträgen mehr. Wir selbst wohnen 160 km entfernt.
Wie ich unten in meinem Beitrag über die Normandie schon schrieb, waren wir in den Osterferien per Roadtrip in Frankreich und Spanien. In Peniscola wohnen meine Tante, mein Onkel und mein Cousinchen. Peniscola liegt an der Mittelmeerküste zwischen Barcelonaund Valencia.
Unsere Ferienwohnung lag direkt gegenüber vom Strand. Die Aussicht vom Balkon war traumhaft. Im Frühjahr ist der Ort noch nicht sehr belebt. Die meisten Unterkünfte dort gehören Spaniern, die erst in den Sommermonaten den Ort bevölkern. Selbst in der Hochsaison erblickt man dort kaum Deutsche.
Vom Balkon aus konnten wir auch die Burg von Peniscola sehen, die wir natürlich besucht haben. Sie liegt auf der obersten Ebene der wunderschönen Altstadt.
Viel Zeit haben wir mit Spaziergängen am Strand verbracht und uns in schönen Strandcafés ausgeruht. Am Meer braucht man nicht viel mehr, wenn es noch zu kalt ist, um sich in den Sand zu legen und um im Meer baden zu gehen.
Etwas abseits vom Strand haben wir ein kleines Wasser- und Sumpfgebiet entdeckt, in dem man schön spazieren gehen kann. Die Häuser in diesem Gebiet sind nur über eine hauseigene Brücke zu erreichen.
Sehenswert sind auch die benachbarten Orte Benicarlo und Vinaros. Die Orte sind kleiner, haben aber ebenso wunderschöne Strände und kleine schnuckelige Häfen.
An einem Tag unternahmen wir einen Tagesausflug nach Valencia. Von der Architektur her, kann man sich eine schönere Stadt nicht vorstellen. Die Geschichte der Stadt ist bei Wikipedia nachzulesen. Hier sollen die Fotos wirken.
Besonders war für uns auch der Besuch im Olivenbaum-Museum La Jana. Dort gibt es über 900 Olivenbäume zu sehen, die 1000 Jahre und älter sind.Manche Baumstämme sind so hohl, dass man durchkriechen könnte und dennoch tragen diese Bäume Blätter und zumindest noch die ein oder andere Olive.
Ich danke meiner Tante, meinem Onkel und besonders meinem lieben Cousinchen für die wunderbare Zeit bei euch. Im Frühjahr 2024 kommen wir wieder. Dann entdecken wir zwei bestimmt noch weitere Gemeinsamkeiten. Ich vermisse dich und euch.
Normandie
Schon in den Osterferien haben wir einen Roadtrip nach Frankreich und Spanien unternommen, aber erst jetzt nehme ich mir die Zeit, darüber zu schreiben. Ich ärgere mich ein wenig, nicht so diszipliniert gewesen zu sein, weil ich mich bestimmt nicht mehr so gut an Details erinnere. Zum Glück habe ich damals zumindest die Fotos chronologisch archiviert.
Verbunden haben wir die Reise mit dem Besuch bei meinen lieben Verwandten in Spanien, über den ich in den nächsten Tagen schreiben werde. Die Normandie war ein Zwischenstopp, obwohl sie gar nicht auf dem Weg lag :-), aber mein Mann wollte schon immer mal in die Normandie. Warum, das liest und sieht man weiter unten.
Unser Hotel war in Saint-Laurent-sur-Mer und lag direkt am Omaha Beach, also dem Küstenabschnitt, an dem 1944 ein Teil der sogenannten D-Day-Operation stattfand. Natürlich ist dort die Geschichte des 2. Weltkriegs in Form von Museen, Überbleibseln, Gedenktafeln, Soldatenfriedhöfen und Monumenten allgegenwärtig.
D-Day HotelOmaha Beach Memorial
Wir haben uns aus den zahlreichen Angeboten ein Museum ausgesucht, das fußläufig vom Hotel aus zu erreichen war. Das OMAHA BEACH MEMORIAL MUSEUM zeigt auf 1400 qm geballt Exponate, Uniformen, Militärfahrzeuge etc. und einen Film, der die Ereignisse des D-Days zusammenfasst. Überlebende der sogenannten Bedford Boys führen die Besucher virtuell durch das Museum. 19 der 22 Soldaten aus Bedford verloren am 6. Juni 1944 ihr Leben. Über ihre Geschichte und das ihrer Familie sowie über die bis heute anhaltenden Folgen in ihrer Heimatstadt ist ein Buch geschrieben worden. Es steht exemplarisch für alles, was Krieg mit Menschen macht, die selbst in diesen ziehen (müssen) und was es nachhaltig über Generationen mit ihrem Umfeld macht.
Krieg bekommt ein Gesicht!
Ein riesiger amerikanischer Soldatenfriedhof befindet sich in der Nähe. Wir waren zwar schon in den USA auf Militärfriedhöfen, aber der Normandy American Cemetery mitten in Europa gedenkt insbesondere den amerikanischen Soldaten, die ihr Leben im 2. Weltkrieg fernab ihrer Heimat ließen. Die etlichen Grabfelder mit ihren zahlreichen Gräberreihen scheinen endlos zu sein.
Saint-Laurent-sur-Mer ist ein Ort, in dem zumindest im Winter und Frühjahr kaum etwas los ist. Die meisten Häuser sind privat und werden nur im Sommer von ihren Besitzern bewohnt. Auch die meisten Restaurants, Kneipen, Cafés und Läden haben geschlossen oder klappen zumindest ab spätestens 19 Uhr die Bürgersteige hoch. Für uns hatte es zum Vorteil, dass wir am Strand, im Ort und an den Sehenswürdigkeiten fast für uns allein waren. Hier ein paar Bilder, die nichts mit D-Day zu tun haben:
Inzwischen habe ich meinen drei Jungs zuliebe etliche Bunker besichtigt und natürlich dürfen in der Besuchssammlung übrig gebliebene Bunker des Atlantikwalls nicht fehlen. Die Geschützbunker Batterie Longues-sur-Mer und die am Pointe du Hoc sind zu einem großen Teil gut erhalten und können von außen und teilweise von innen besichtigt werden. Ich für meinen Teil habe mich lieber draußen aufgehalten und mir die Landschaft angesehen. Mein Mann aber hat derweil jede zugängliche Ecke in jedem Bunker erkundet und überall reingeleuchtet, wo es möglich war ;-). Hier ein Mix aus Bunkern und Landschaft.
Brighton/UK
Über Karneval waren wir einige Tage in Brighton, das in der Grafschaft East Sussex an der Küste des Ärmelkanals liegt. Von Calais aus ging es durch den Eurotunnel nach Folkestone. Die Preise für die Fahrt mit dem Zug durch den Eurotunnel waren nur ein wenig höher, als mit der Fähre nach Dover überzusetzen. Der Zug benötigt nur ca. 30 Minuten und das Einchecken geht zügiger als bei der Fähre. Über zwei Etagen werden die Autos in die Waggons gelotst. Während der Fahrt bleibt man im Auto sitzen. Für uns war auch von Vorteil, dass Folkestone näher an Brighton liegt. Wer gerne Moet trinkt, sollte sich im Dutyfree in Calais eindecken.
Wie auch früher, hatte mein Mann keine Probleme, links zu fahren. Für mich ist das total gewöhnungsbedürftig und ehrlich gesagt, fahre ich in UK nie. Unsere Unterkunft lag in der Arundel Street und ist absolut zu empfehlen. Das Auto haben wir bis auf wenige Ausnahmen fast die ganze Zeit vor der Haustür stehen gelassen. Der Parkplatz war nicht kostenfrei, aber zum Anwohnertarif preislich völlig in Ordnung.
Zum Wasser waren es fünf Minuten zu Fuß. Supermärkte (Lidl-UK, ASDA), Kneipen und Restaurants befinden sich in unmittelbarer Nähe. Unter anderem in Brighton Marina, einem recht neuen Yachthafen.
Täglich sind wir am Wasser entlang spazieren gewesen. Meistens sind wir Richtung Brighton Pier gelaufen. Diesen haben wir wir schon einmal vor ein paar Jahren besucht als unsere Kinder klein waren und wir einen Urlaub in Südengland gemacht haben. Der Pier selbst ist zwar nicht so groß wie der in Santa Monica, aber dennoch vergleichbar. Karussells, Casinos, Souvenirläden und Imbissbuden sind darauf zu finden. Beeindruckend ist, dass der Pier seit etwa 125 Jahren steht.
Im Gegensatz zum West Pier, der nur noch als Ruine vorhanden ist. Er ist allerdings ein echter Hotspot für Fotos aus allen möglichen Perspektiven.
Gegenüber vom Westpier befindet sich das i360, ein ca. 170m hoher Aussichtsturm, von dem man bei guter Sicht ca. 40km weit sehen kann. In einer Glaskuppel werden die Besucher nach oben gefahren. Wer mag oder es aber braucht, kann ein Sektchen dabei trinken.
Zwischen Brighton Pier und i360 befindet sich die Innenstadt, die meist kleine Läden, Restaurants und Kneipen bietet. An den Gebäuden kann ich mich nie sattsehen.
Zurück zur Ferienwohnung sind wir ebenfalls immer zu Fuß gegangen -meist am Kiestrand entlang, von dem aus wir die inzwischen sehr verfallenen Madeira Terrassen anschauen konnten. Einige Initiativen kümmern sich um Sponsoren und öffentliche Gelder, um sie zu restaurieren. Man kann erahnen, wie schön und funktional sie einmal gewesen sein müssen.
Brighton ist auch heute noch ein Luftkurort. Dass das auch im 19. Jahrhundert bereits so war, lässt sich an den Parkanlagen und an der Architektur vieler Gebäude unschwer erkennen.
An einem Tag sind wir zum National Trust Devil´s Dyke gefahren. Zu dieser Jahreszeit ist dort nicht viel los und wir konnten ohne Mühe einen Parkplatz finden und in Ruhe spazieren gehen.
Auf dem Rückweg hielten wir an den Salt Dean Cliffs. Einige Wege Ober- und auch unterhalb der Kreidefelsen sind begehbar, allerdings werden Wege aufgrund von Erosion in Zukunft gesperrt oder verlegt werden müssen.
Wer an einem kleinen Video über unseren Trip nach England interessiert ist, kann sich dieses gerne auf unserem YouTube-Kanal ansehen: https://youtu.be/WrC8WbGEoo4
Hier zeigen wir auch einen kleinen veganen Foodhaul, denn in England sind wir nicht verhungert und wir haben jede Menge mitgebracht.
England liebe ich schon seit Mitte der 80-er Jahre. Das erste Mal war ich 1989 dort und ich komme bestimmt ganz bald wieder. Bis dahin sage ich: See you!
Das letzte Mal war ich mit vier Jahren in Bielefeld. Es gibt Fotos, auf denen bin ich mit meiner Oma und meinem Opa vor der Sparrenburg zu sehen. Schon lange wollte ich einmal diese Burg ansehen. Die Burg ist eigentliche eine Festung und gilt als das Wahrzeichen Bielefelds. Ich muss sagen, die Festung ist im Gegensatz zu mir keinen Tag älter geworden ;-). Unter https://www.bielefeld.jetzt/sparrenburg findet ihr alle Informationen zur Geschichte, zu Rundgängen, zum Restaurant etc..
In Bielefeld gibt es sicher noch mehr zu entdecken, so wie beispielsweise einen Rundgang durch das Dr. Oetker-Werk.
Es gibt Angebote für Schulklassen, Familien und für Besucher und Besucherinnen jeden Alters. Wir waren an einem Samstag dort und konnten uns die Gebäude nur von außen ansehen.
Unsere nächste Station war das Hermannsdenkmal, das am südlichen Fuße des Teutoburger Waldes liegt. Es erinnert an Armenius, einem Cheruskerfürsten, der als Germane eine Schlacht gegen die Römer gewann. Bis zum Bau der Freiheitsstatur, war das Hermannsdenkmal das größte Monument seiner Art in der westlichen Welt. Es kann besichtigt werden. Alle Informationen findet ihr unter https://www.hermannsdenkmal.de.
Auch die Treppen, die zum Monument führen, haben mich beeindruckt. Die Steinblöcke, aus denen sie gefertigt sind, sind mit fossilen Wurzeln durchzogen, so wie wir es auch bei den Externsteinen gesehen haben. Leider konnte ich bislang keine Hintergrundinformationen dazu finden.
So etwas, wie die Externsteinen in Horn-Bad Meinberg, habe ich noch nie gesehen. Diese Felsengruppe ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern kann zum Teil über Treppen und Brücken bestiegen werden. Innerhalb der Felsen befinden sich verschiedene Grotten. Alle Informationen zur Besichtigung der Felsen und Grotten und sind hier https://www.externsteine-info.de nachzulesen.
Der Quelltrichter ragt acht Meter in die Tiefe und lässt die Lippe entspringen, die bei Wesel in den Rhein mündet.
An der Stelle, an der das Wasser türkis ist, entspringt die Quelle.
Auf meinem You-Tube-Kanal, der immerhin schon sechs Abonnenten (Danke an jeden von euch 🙂 )hat, gibt es zusätzlich ein kleines Filmchen über den Kurztrip zu sehen: https://youtu.be/cc5Bbs59pfE
Zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Wuppertal-Oberbarmen fährt schon seit 1901 die Schwebebahn. Sie steht unter Denkmalschutz. Seit einigen Jahren fahren bis auf eine Ausnahme nur Wagen der Generation 15. Bei der einen Ausnahme handelt es sich um eine nostalgische Bahn – um den Kaiserwagen aus Gründungszeiten. Ab Frühjahr 2024 soll man die Bahn an einzelnen Tagen nutzen und für besondere Anlässe, z.B. um darin zu heiraten, mieten können.
An einem Sonntag starteten wir in Vohwinkel. Dort stehen sonntags kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Für die Fahrt kauften wir uns ein Tagesticket, das für zwei Personen etwa 10€ kostet. Genaue Preisinformationen befinden sich auf der Homepage der Schwebebahn. Es gibt auch Kombitickets, falls man die Fahrt mit einem Besuch im Wuppertaler-Zoo verbinden möchte. Im Vorfeld luden wir uns eine kostenlose Audiodatei herunter, über die wir uns während der Fahrt Informationen zu den einzelnen von insgesamt 20 Stationen anhören konnten. Die Audiodatei ist eine absolute Empfehlung. Sie enthält historische Informationen, technische Daten und berichtet über Sehenswürdigkeiten.
In den ersten Minuten war es merkwürdig, die etwa 13 km zu schweben. Zunächst führt die Linie über Straßen entlang. Das Schienenkonstrukt erinnert uns an den EL in Chicago. Der größte Teil der Strecke führt allerdings über dem Flusslauf der Wupper entlang.
Zum Glück wohnen wir nah an der Grenze zu den Niederlanden und können schon in wenigen Autominuten in einem anderen Land sein. Selbst bis zur Küste sind es nur ca. 2 1/2 Stunden.
Wenn wir Städtereisen mit dem Auto unternehmen, geben wir als Ziel immer einen Stadtpark an. Dort sind meistens günstige oder sogar kostenlose Parkplätze vorhanden und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in kleinen Städten fußläufig zu erreichen. Auch starten wir gern mit einem kleinen Picknick, das wir im Park halten und verstauen die dafür nötigen Utensilien anschließenden wieder im Auto.
Overloon ist ein Dorf, in dem im zweiten Weltkrieg eine der größten Panzerschlachten stattfand. Infolgedessen wurde das Dorf nahezu vollständig zerstört. Unmittelbar nach dem Krieg wurde auf dem Schlachtfeld ein Kriegsmuseum das Oorlogsmuseum Overloon gegründet. Museen sind eine meiner Leidenschaften, aber in diese Art von Museen gehe ich in erster Linie meinem Mann zuliebe.
„Krieg gehört ins Museum“, so lautet die Headline der Homepage und so steht es auch in großen Lettern am Eingang. Die Homepage des Oorlogsmuseum Overloon ist sehr gut aufgebaut. Dort finden sich alle Informationen, zum Teil als kurze Filmbeiträge, um sich auf den Besuch vorzubereiten. Durch die Grenznähe ist auch alles auf Deutsch übersetzt.
Das Museum präsentiert zum einen durch eine riesige Exponatenauswahl die Geschehnisse des 2. Weltkriegs, lädt aber auch durch Audio- und Filmbeiträge sowie durch interaktive Angebote ein, sich aktiv mit Geschichte auseinanderzusetzen. Das hat mich viel mehr interessiert, als mir die Fahrzeuge, Waffen und Munition anzusehen. Mein Mann allerdings fand die Fahrzeughalle grandios.
Selbst mit Kindern kann man Stunden im Museum verbringen. Es gibt eine Rallye für Kids und viele handlungsorientierte Stationen, um etwas auszuprobieren und anfassen zu können. Es ist u.a. ausgezeichnet als „Kids-Proof-Museum“. Die niederländische Museumsvereinigung vergibt nach gewissen Kriterien jährlich dieses Zertifikat an Museen. Als unsere Kinder klein waren, waren sie unserem Gefühl nach in Museen in Deutschland oft nicht willkommen. Andere Länder waren uns damals sehr voraus, was Kinderfreundlichkeit anbetrifft. Hat sich das inzwischen in Deutschland geändert? Ich werde in Zukunft darauf achten. Ein Besuch im Zoo Overloon lohnt sich sicher, wenn man Tierparks mag. Dafür sollte aber aus Zeitgründen ein anderer Tag genutzt werden.
Im Museum gibt es ein Museumscafé, das zum Stil passt. Man fühlt sich vom Ambiente her in die 1940-er Jahre zurückversetzt. Es gibt verschiedene Getränke und kalte sowie warme Speisen. Wie gewohnt, war auch das niederländische Personal sehr freundlich.
Hier sind einige Fotos aus dem Museumsgebäude:
Zweiräder mit GeschützHochzeitskleid aus einem Fallschirm genähtMunition so weit das Auge reichtBlick in die riesige FahrzeughalleAmphibienfahrzeug für den Transport von Panzern etc. Schreibmaschine mit SS-Zeichen
Ein Exponat hat mich besonders beeindruckt. Aus den Überresten einer im 2. Weltkrieg abgeschossenen Maschine wurde ein Mahnmal errichtet. Die Besatzungsmitglieder kamen alle ums Leben und das Lesen ihrer Biografien und die Betrachtung der gefundenen persönlichen Gegenstände, machen für einen kurzen Moment sprachlos.
Erst 2015 wurden die Überreste der Lancaster geborgen und nach und nach zusammengetragen. Wie ein noch unvollständiges Puzzle liegt sie dort. Über eine interaktive Funktion kann der Bomber zum Leben erweckt werden und fliegt durch die Museumshalle.
Das Museumsgebäude steht auf dem ehemaligen Schlachtfeld von Overloon. Das Gelände ist weitläufig. Es gibt befestigte und unbefestigte Wege für einen Spaziergang sowie einen großen Kinderspielplatz. Exponate, Skulpturen und Informationstafeln erinnern an das Grauen, das sich hier zugetragen hat. Das ein oder andere Mal ist mir an dem Tag ein Schauer über den Rücken gelaufen und es ist unvorstellbar, dass auch heute noch Kriege geführt werden – nicht nur weltweit, sondern auch in Europa.
Ein-Mann-Bunker
In der Nähe des Museum befindet sich ein britischer Soldatenfriedhof. An dem Tag haben wir es nicht geschafft, ihn zu besuchen, holen das aber nach.
Bronkhorst ist die kleinste Stadt der Niederlande. Sie liegt in der Nähe der IJsell und ist ein malerischer Ort, in dem optisch die Zeit seit Jahrhunderten still steht. Eigentlich wollten wir ins Charles Dickens Museum, aber wir haben es schlichtweg nicht gefunden, was in einem 150 Einwohnerort schon etwas heißt :-). Es lohnt sich dennoch dort Halt zu machen. Es gibt unglaublich schöne Häuser und Gärten anzusehen. Einige Kunstateliers und Cafés sind vorhanden. Rundherum sind wahnsinnig schöne Landschaften vorhanden. Man kann sich nicht satt sehen an diesem traumhaft schönen Ort.
Von Bronkhorst aus sind wir weiter nach Deventer gefahren. Deventer liegt direkt an der IJssel. Gestartet sind wir wieder an einem Park – am Worpplantsoen, dem ältesten Stadtpark der Niederlande. Mit der Fähre ging es über den Fluss in die Altstadt. Die Hin-und Rückfahrt kostet gerade einmal 1,70€. Die Innenstadt ist in acht Quartiere unterteilt, wovon jedes seinen eigenen Charme hat. Wer sich für Kirchen und Sehenswürdigkeiten interessiert, wer gerne besondere Dinge einkauft oder es liebt, stundenlang in Cafés oder auf Sonnenterrassen zu sitzen, kommt in Deventer voll und ganz auf seine Kosten. Die auch aus anderen Städte bekannten bunten Regenschirme, die viele der Gassen in der Altstadt „überschatten“, muss man unbedingt gesehen haben und das Tanzen dieser im Wind auf sich wirken lassen.
Utrecht würde ich als Klein-Amsterdam in viel schöner bezeichnen. Klar, nach Amsterdam fahre ich auch gerne, aber es ist mir leider einfach viel zu voll, viel zu überlaufen. Utrecht dagegen bietet genauso das Grachtenflair und wesentlich weniger Menschenmassen.
Unser erstes Ziel war der Park Lepelenburg, von dem aus sich ein Grüngürtel rund um die Altstadt mit den wunderschönen Häusern und Grachten erstreckt. So wie der Park auch beschrieben wurde, haben wir ihn erlebt: Als öffentlicher Garten, in dem Menschen zusammenkommen und das Leben genießen. Wir waren live bei einem Kindergeburtstag dabei.
Wenige Schritte sind es bis zu den Utrechter Grachten. An diesen, an den Brücken und den wunderschönen Häusern konnten wir uns nicht sattsehen. Die sogenannten Werftkeller kannte ich vorher nicht. Ursprünglich dienten sie als Lagerräume, heute werden sie als Wohnräume, Gaststätten, Ateliers, Museen und sogar als Theater genutzt. Sie haben meist keine Verbindung zu den Häusern, die oberhalb der Grachten an der Straße liegen. Wohl aber wird ein Teil des Regenwassers über die sogenannten Rotznasen in die Grachten geleitet.
Rotznasen 😉
Rotznasen deshalb, weil ständig Wassertropfen aus den Rohren laufen und sich an dem Grünspan glibberige Fäden bilden. Jede Straßenlaterne, die an einer Werft liegt, ist an ihrem unteren Ende mit einer stuckartigen Darstellung verziert. Jede Verzierung ist individuell.
Das Mittelschiff des Utrechter Doms stürzte vor einigen Jahrhunderten aufgrund eines Sturms ein und wurde nie wieder aufgebaut. Aus diesem Grund ist der Domturm vom restlichen Domgebäude getrennt. Er ist der höchste Kirchturm der Niederlande. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war er wegen Bauarbeiten eingerüstet und nicht zu sehen. Die Seitenflügel des Doms sind imposant und lassen mich, wie die meisten Kirchen, immer wieder erstaunen, zu welchen Kräften Menschen fähig waren, ohne Baumaschinen, wie es sie heute gibt, solche Gebäude zu bauen.
Natürlich haben wir eine Grachtenfahrt gemacht und sind anschließend den ganzen Weg entlang der Grachten und Kanäle auch noch zu Fuß gegangen. Und das nicht nur, um den schwimmenden Coffeshop, das sogenannte Culture Boat, zu sehen. Wie ich oben schon sagte, konnten wir uns an der Architektur und der Natur nicht sattsehen. Warum sehr ihr hier selbst:
Utrecht, wir kommen bestimmt wieder – du wunderschöne Stadt. Eine Stadt, in der einem das Leben leichter vorkommt und die ganzen gegenwärtigen Geschehen für kurze Zeit vergessen werden können. Für uns ist es ein unvergesslicher Tag, dessen Leichtigkeit uns durch die folgende Woche trug. Und daran war nicht das Culture Boat schuld ;-).
Im Mai 2023 waren wir wieder in Utrecht. Diesmal haben wir unseren Besuch mit einem Nena-Konzert und zwei Übernachtungen verbunden. Im Tivoli Vredenburg fand das Konzert statt. Seit 1982 höre ich immer wieder mal Nena, habe sie aber live noch nie vorher gesehen. Man kann sagen, dass ich textsicher war 😉 und mit 63 will ich auf jeden Fall auch so fit sein und jung aussehen.
Neu war für uns auch, die Stadt über eine Kanufahrt in den Grachten zu erkunden. Der Kanoverhuur ist sehr zu empfehlen. Preis, Leistung und Service stimmen. Verfahren kann man sich nicht, aber schon länger unterwegs sein, als geplant. So war es zumindest bei uns :-). Hier ein paar Impressionen zu Utrecht aus Grachtenperspektive.
Ist diese Stadt nicht wunderschön? Ich liebe die Niederlande und bin so dankbar, ganz nah an der Grenze zu wohnen. Bald startet an der VHS mein erster NL-Sprachkurs. Ich bin gespannt!
Gestartet sind wir diesmal im Freilichtmuseum „Prehistorisch Dorp„. Hier gibt es nicht nur jede Menge zu sehen, sondern es gibt einiges, was man ausprobieren kann: Kerzen gießen, Stockbrot backen, Einbaum fahren, Bogenschießen etc.. Wir waren in Deutschland schon in einigen Freilichtmuseen, aber diese Freundlichkeit und Lebendigkeit hier im Prehistorisch Dorp und dass man so viel selbst ausprobieren darf, ist selbst für Erwachsene etwas ganz Besonderes.
Anschließend sind wir in die Innenstadt von Eindhoven (Fußmarsch etwa 25 Minuten) gegangen und haben das Auto am Freilichtmuseum stehengelassen. Dort parkte es umsonst. Die City selbst ist nicht attraktiv, aber es gab dennoch das ein oder andere schöne Gebäude zu sehen. Im Großen und Ganzen war es ein Mix zwischen alt und modern.
Große Teile der Stadt wurden im 2. Weltkrieg zerstört. Ein Ziel war dabei das Philips Werk. Heute gibt es an der Stelle der einstigen Zentrale das Philips Museum. Die Geschichte eines Familienunternehmens, das Glühbirnen fertigte, bis hin zu einem Weltkonzern, der in Unterhaltung, im Beautybereich und in der Medizin Produkte entwickelt, ist beeindruckend. Der Pioniergeist und das soziale Engagement der Gründungsfamilie ist auch für heutige Verhältnisse besonders. Die Mitarbeiter/ innen bekamen faire Löhne, Wohnraum, eine Krankenversicherung und Ruhegelder. Sportliche Aktivitäten wurden gefördert und zahlreiche Sportvereine gegründet. Die meisten davon sind auch heute noch erfolgreich und werden von Philips gesponsert. So ist der PSV Eindhoven sicher der erfolgreichste Verein. Das „P“ steht übrigens für Philips. Zahlreiche Exponate von Retro bis Futuristisch sind anzusehen. Auch für nicht Technikbegeisterte lohnt sich der Besuch auf jeden Fall.
Maastricht ist nicht nur Tourismus- sondern auch spürbar Universitätsstadt und besonders beliebt bei deutschen Studierenden. Universitätsgebäude liegen in der Innenstadt und überall sind junge Menschen zu sehen, die in Gruppen oder allein lesend oder erzählend den Stadtpark bevölkern, an dem wir gestartet sind. Im Park gibt es die sogenannte Bärengrube, in der bis vor einigen Jahrzehnten echte Bären ihr Dasein fristeten. Heute wird der Raum als Freilandkunstaustellungsfläche genutzt. Aus meiner Sicht ist ist es auch ein Mahnmal dafür stets zu überdenken, ob Tiere von Menschen gehalten werden sollten und ob Käfighaltungen nicht grundsätzlich auszuschließen sind. Meine Meinung dazu deckt sich zu fast 100% mit den Ansichten von Peta.
Ehemaliges Bärengehege bietet heute Raum für Kunst.
Durch die Stadt fließt die Maas und trennt die Altstadt von der Neustadt. Ein Abstecher zur Neustadt lohnt sich als meiner Sicht nur, um die wunderschöne Altstadtkulisse von Maastricht auf sich wirken lassen zu können. Beim Spaziergang durch die Altstadt kann man diese gut auf sich wirken lassen, wenn nicht zu viele Menschen unterwegs sind.
Am Rande von Maastricht befindet sich der Sint Pietersberg. Dabei handelt es sich um ein Hochplateau unter dem sich riesige Kalksteingruben befinden. Der Sint Pietersberg ist ein Naturschutzgebiet. Ein wenig merkwürdig schaut es aus, dass sich am Rande eine Zementfabrik befindet. Unter https://youtu.be/Mpz6AJZgG8o findet ihr ein Minifilmchen. Bis zu meinem Besuch in Maastricht bin ich immer davon ausgegangen, dass die gesamte Niederlande aus Flachland besteht. Reisen bildet 🙂 – wieder etwas gelernt. Ein ausgiebiger Spaziergang lohnt sich absolut.
An einer Seite des Sint Pietersberg befindet das Fort Sint Pieter. Von dort aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf Maastricht. I like!
Nijmwegen (nl) oder auch Nimwegen (dt) ist die älteste Stadt der Niederlande und liegt an der Waal.
Unsere Tour begann am Kronenburgerpark, in dem an dem Tag ein Citylauf stattfand und dementsprechend voll war. Als Orientierung für unsere Tour haben wir den Walk of the town, der auch für Menschen mit einer körperlichen Behinderung zu bewältigen ist, genutzt. Ein grüner Streifen auf dem Boden führt an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Nijmwegen vorbei.
Hafen an der WaalkadeHausboote in einem Nebenarm der Waal
Stadswaard ist ein Naturschutzgebiet, das frei zugänglich ist, wofür aber keine Werbung gemacht wird. In diesem Naturschutzgebiet leben wilde Rinder und Pferde, wie es sie in einigen anderen Nationalparks in den Niederlanden ebenfalls gibt.
Vom Naturschutzgebiet ist die Altstadt fußläufig zu erreichen. Hier sind einige Impressionen:
Zwar ist die überdachte Shopping Mall ein Neubau, aber er fügt sich toll in das Bild der Altstadt.
Ursprünglich wollten wir noch ins Muzieum, in dem im Mittelpunkt steht, sich selbst als Mensch mit Sehverlust erleben zu können. Zu verschiedenen Themen finden Führungen von Menschen, die blind sind, statt. Leider hat es zeitlich nicht gepasst, aber das wird nachgeholt
Neben den großen Einkaufsketten, die sich von ihrer Optik gut in das mittelalterliche Stadtbild einfinden, gibt es zahlreiche inhabergeführte Lädchen. Die Bereiche vor den Läden und der Gastronomie, die Wege und Häuserfronten sind meist liebevoll und individuell gestaltet. Da kann ich mir immer einige Deko- und Kreativideen abschauen.
Wie es für die Niederlande typisch ist, gibt es unzählige Restaurants, Kneipen und Cafés. Da wir es lieber einfach mögen, gab es an dem Tag eine Pommes auf die Hand. Das lieben wir und muss bei fast jedem Hollandbesuch dabei sein.
Yummi!Gefüllt mit Noppenfolie. Wird nachgebastelt!80-er Dodge
Die Niers ist das Flüsschen, das u. a. durch Mönchengladbach fließt. Bei uns lädt sie zwar nicht zum Wassersport ein, aber es gibt unheimlich schöne Stellen, die einen Besuch lohnen.
Fußläufig von uns entfernt liegen diese wunderschönen Niersauen:
Niersaue bei Wickrathberg
Wickrathberg liegt im ländlichen Süden von Mönchengladbach. Gerne fahren wir mit unseren Retrorädern hin, setzen uns auf eine Bank und machen ein Picknick. Dem leisen Wasserplätschern zu lauschen, hat was Meditatives.
Baum der ewigen Liebe im Park von Schloss Nymphenburg in München
München (Gauting)
Puh, ewig ist es her, seitdem ich hier etwas geschrieben habe. Nun lautet mein ernster Vorsatz: Einmal wöchentlich zu schreiben. Zu schreiben über das, was wir als Paar, als Familie oder aber auch allein erlebt haben. Was uns durch den Kopf geht, was uns bewegt, was unsere Ziele sind.